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Beiblatt · Deutschland

Die Turnier- und Sportordnung, gelesen

Die Regeln des Deutschen Tanzsportverbandes (DTV), Stand August 2026, gültig ab 1.7.2026, in einfachen Worten und mit der Ziffer daneben. „F I 7.1.5“ heißt Abschnitt F, Teil I, Ziffer 7.1.5 der TSO. Die grauen Kästen sagen, was wir daraus machen. Im Zweifel gilt das Original.

Startgruppen

F I 1. Es zählt das Alter, das im Kalenderjahr erreicht wird.

Wer im Turnierjahr 19 wird, gilt das ganze Jahr als 19. Bei Kindern, Junioren und Jugend zählt das Alter des älteren Partners, bei den Senioren gibt es je eine Grenze für den jüngeren und den älteren.

StartgruppeAlter im Turnierjahr
Kinder Iälterer Partner höchstens 9
Kinder IIälterer Partner 10 oder 11
Junioren Iälterer Partner 12 oder 13
Junioren IIälterer Partner 14 oder 15
Jugendälterer Partner 16 bis 18
Unter 21älterer Partner 16 bis 20, zusätzliche Gruppe
Hauptgruppeälterer Partner mindestens 19
Hauptgruppe IIein Partner mindestens 28
Senioren Ijüngerer mindestens 30, älterer mindestens 35
Senioren IIjüngerer mindestens 40, älterer mindestens 45
Senioren IIIjüngerer mindestens 50, älterer mindestens 55
Senioren IVjüngerer mindestens 60, älterer mindestens 65
Senioren Vbeide mindestens 70
  • Kinder, Junioren und Jugend müssen zu Beginn des Jahres wechseln, das auf die Höchstgrenze folgt.F I 1.3
  • Hauptgruppe und Senioren dürfen wechseln, sobald sie alt genug sind, vor dem ersten Start des Jahres. Ein Schritt zurück ist erlaubt.F I 1.5, 1.6
  • Beim Wechsel der Startgruppe bleiben Punkte und Platzierungen erhalten. Wer zurückwechselt, behält die Klasse, beginnt aber bei null.F I 7.1.8
  • Die Senioren hießen von 2023 bis 2025 „Masters“. Seit 1.1.2026 heißen sie wieder Senioren.SK-Beschluss 01.07.2025

Startklassen

F I 2 und 3. Jedes Paar beginnt in der D- oder E-Klasse.

StartgruppeStandardLatein
Kinder I und IID, CD, C
Junioren I und IID, C, BD, C, B
JugendD, C, B, AD, C, B, A
Unter 21A und SA und S
Hauptgruppe, Hgr II, Senioren I–IVD, C, B, A, SD, C, B, A, S
Senioren VD, C, B, A, Skeine
  • In der D-Klasse werden vier Tänze getanzt: Langsamer Walzer, Tango, Slowfox und Quickstep, in Latein Samba, Cha-Cha-Cha, Rumba und Jive. Ab der C-Klasse alle fünf.F I 3.2
  • Die E-Klasse tanzt Einzeltanzwettbewerbe. Sie zählen nie für den Aufstieg.F I 4.9.3
  • Senioren IV Latein darf nur zusammen mit Senioren III Latein ausgetragen werden, Senioren V Standard D bis A nur zusammen mit Senioren IV Standard.F I 2.6

Punkte

F I 7.1. Ein Punkt für jedes geschlagene Paar, höchstens 20.

Anders als in Österreich gibt es keine Punktetabelle. Jedes Paar bekommt für jedes Paar, das hinter ihm liegt, einen Aufstiegspunkt, höchstens 20 pro Turnier. Gezählt wird das ganze Feld, auch die Paare, die in der Vorrunde ausgeschieden sind. Eine Landesmeisterschaft bringt nach derselben Regel Punkte wie ein offenes Turnier.

  • Punkte und Platzierungen gibt es nur bei Turnieren I. Ordnung: offene Turniere, Landesmeisterschaften, Ranglistenturniere, Deutsche Meisterschaften, Deutschland-Cup, WDSF-Turniere und internationale Turniere mit mindestens vier Nationen. Einladungsturniere und die E-Klasse zählen nicht.F I 7.1.1
  • In der S-Klasse gibt es keine Aufstiegspunkte.F I 7.1.5
  • Platzgleiche Paare sind nicht geschlagen. Ein Paar auf „5.–6.“ in einem Feld von zwölf bekommt sechs Punkte, nicht sieben.F I 7.1.5
  • Für die Platzierung zählt bei geteilten Plätzen der bessere Platz. Dasselbe „5.–6.“ ist also ein fünfter Platz.F I 7.1.2
  • Früher zählte ein Platz nur als Platzierung, wenn er mindestens zwei Punkte brachte. Diese Regel fiel für Kinder bis Jugend am 1.1.2023, für Hauptgruppe und Senioren am 1.1.2025, jeweils nicht rückwirkend.Anhang 5, Hinweis
  • Wer am selben Tag in der nächsthöheren Klasse mittanzt, dem zählt dort ein Platz als Platzierung, wenn er in der eigenen Klasse eine gewesen wäre. Dasselbe gilt beim Doppelstart in einer anderen Startgruppe.F I 7.1.3, 7.1.4

Aufstieg

F I 7 und Anhang 5. Platzierungen und Punkte, beide in der aktuellen Klasse gesammelt.

Für den Aufstieg braucht ein Paar zweierlei: eine Zahl von Platzierungen in den vorderen Plätzen und eine Summe an Punkten. „7 × 1–6 / 100“ heißt: mindestens sieben Mal Platz 1 bis 6 und mindestens 100 Punkte. Die Tabelle legt die Sportkommission jedes Jahr fest; sie gilt in allen Bundesländern.

Hauptgruppe und Hauptgruppe II

Standard und Latein gleich
Aufstiegnach Cnach Bnach Anach S
Hauptgruppe7 × 1–6 / 1007 × 1–5 / 1007 × 1–3 / 15010 × 1–3 / 200

Senioren Standard

Startgruppenach Cnach Bnach Anach S
Senioren I5 × 1–6 / 505 × 1–5 / 1005 × 1–3 / 10010 × 1–3 / 120
Senioren II7 × 1–6 / 807 × 1–5 / 1007 × 1–3 / 10010 × 1–3 / 120
Senioren III7 × 1–6 / 807 × 1–5 / 1007 × 1–3 / 10010 × 1–3 / 150
Senioren IV5 × 1–6 / 505 × 1–5 / 505 × 1–3 / 1007 × 1–3 / 150
Senioren V5 × 1–6 / 505 × 1–5 / 505 × 1–3 / 755 × 1–3 / 100

Senioren Latein

Startgruppenach Cnach Bnach Anach S
Senioren I5 × 1–6 / 305 × 1–5 / 805 × 1–3 / 805 × 1–3 / 120
Senioren II5 × 1–6 / 305 × 1–5 / 805 × 1–3 / 1005 × 1–3 / 120
Senioren III5 × 1–6 / 305 × 1–5 / 805 × 1–3 / 805 × 1–3 / 120
Senioren IV5 × 1–6 / 305 × 1–5 / 505 × 1–3 / 755 × 1–3 / 100
Senioren V————

Kinder, Junioren und Jugend

StartgruppeAufstiegStandardLatein
Kinder Inach C7 × 1–3 / 207 × 1–3 / 30
Kinder IInach C7 × 1–3 / 207 × 1–3 / 30
Junioren Inach C7 × 1–3 / 207 × 1–3 / 40
Junioren Inach B7 × 1–3 / 307 × 1–3 / 70
Junioren IInach C7 × 1–3 / 207 × 1–3 / 30
Junioren IInach B7 × 1–3 / 307 × 1–3 / 80
Jugendnach C7 × 1–3 / 407 × 1–3 / 50
Jugendnach B7 × 1–3 / 407 × 1–3 / 80
Jugendnach A7 × 1–3 / 807 × 1–3 / 120
  • Aus der höchsten Klasse einer Jugend-Startgruppe geht es in die nächste Startgruppe: Kinder C in Junioren I B, Junioren II B in Jugend A, Jugend A in Hauptgruppe S. Gezählt wird nach der Tabelle der neuen Gruppe, und das Paar beginnt dort bei null.F I 7.1.9
  • Ändert sich die Tabelle, gilt die neue für alle bisherigen Ergebnisse, ob der Aufstieg dadurch leichter oder schwerer wird.F I 7.2.4
  • Bei Landesmeisterschaften kann der Landesverband Paare zusätzlich aufsteigen lassen: in der A-Klasse die Plätze 1 bis 3, in D, C und B die Finalisten. Beim Deutschland-Cup der Hauptgruppe A steigen die Plätze 1 bis 3 auf.F I 7.2.3

Partnerwechsel

F I 7.1.12 und 2.2. Die Punkte gehören dem Paar.

  • Ein neues Paar beginnt mit null Platzierungen und null Punkten.F I 7.1.12
  • Ein neues Paar startet in der höheren Klasse der beiden Partner.F I 2.2

Wertungsrichter

TSO D 8 und K 1.

  • Bei offenen Turnieren werten fünf Wertungsrichter, bei Ranglistenturnieren sieben, bei Landesmeisterschaften sieben oder fünf, bei Deutschen Meisterschaften der S-Klasse und der Jugend neun.D 8.1
  • Ein Wertungsrichter darf keine Verwandten werten.D 8.3.4
  • Die Lizenz bestimmt, bis zu welcher Klasse jemand werten darf: C, A, S/II und S/I. Im Ausland gilt nur S/I.K 1

Figuren

F I 3.5 und F I 10. Die WDSF-Schrittbegrenzung für E, D und C.

  • In allen Tänzen der E-, D- und C-Klassen gilt die WDSF-Schrittbegrenzung, in Standard und Latein.F I 3.5
  • Zwei Kontrolleure achten darauf. Beim ersten Verstoß gibt es eine mündliche Verwarnung, die zwölf Monate im ESV vermerkt bleibt. Beim zweiten Verstoß, oder bei jedem Verstoß im Finale, wird das Paar disqualifiziert.F I 10

Kleidung

TSO Anhang 1. Zwei Kleiderordnungen, je nach Klasse.

  • In der E-, D- und C-Klasse gilt die Kleiderordnung des DTV: keine Applikationen, keine glänzenden, durchsichtigen oder hautfarbenen Stoffe, der Rock nicht kürzer als 10 cm über dem Knie, für Kinder und Junioren I Grenzen bei der Absatzhöhe. Ausgenommen sind die C-Klassen von U8 und Kindern.Anhang 1.1
  • Für die C-Klassen von U8 und Kindern und für alle B-, A- und S-Klassen gilt die Kleiderordnung der WDSF, mit einigen Ausnahmen des DTV.Anhang 1.2
  • Die Kleidung einer niedrigeren Klasse ist immer erlaubt. Bei zusammengelegten Turnieren darf man wählen.Anhang 1.0.1
  • Bei einem Verstoß kann der Turnierleiter das Paar disqualifizieren.Anhang 1.0.4
  • Rocksaum-Abschlüsse (Krinoline, Angelschnur) in der E- und D-Klasse dürfen jede Farbe außer Hautfarbe haben, nicht mehr nur die Farbe des Kleides.SK-Beschluss, gültig ab 1.7.2026

Werbung

TSO Anhang 7, in Kraft seit 1.1.2017.

  • Bei WDSF-Turnieren gelten die Regeln der WDSF. Sonst darf ein Paar bis zu fünf Sponsorenzeichen tragen, jedes höchstens 40 cm² groß, höchstens zwei bei der Dame und drei beim Herrn, nur an Taille, Brust oder Ärmeln. Wer den Bundesadler auf der linken Brust trägt, darf Werbung nur an Ärmeln und Taille tragen.Anhang 7
  • Produktwerbung durch Tänzer braucht die Zustimmung des DTV-Präsidiums. Wer nach einer Ermahnung nicht nachgibt, wird vom Turnier ausgeschlossen.Anhang 7

Grenzverkehr

TSO F I 5.2 und Anhang 6, gültig ab 1.1.2026.

Paare aus den Grenzverkehrsländern dürfen bei offenen Turnieren und Ranglistenturnieren des DTV starten. Das sind Belgien, Dänemark, Luxemburg, die Niederlande, Österreich, die Schweiz, die Slowakei und Tschechien (F I 5.2.1.1).

  • Die Punkte werden jedem Paar nach den Regeln seines eigenen Landes angerechnet. Ein österreichisches Paar bekommt in Deutschland ÖTSV-Punkte nach der Tabelle, ein deutsches Paar in Österreich DTV-Punkte nach der Zahl der geschlagenen Paare.Anhang 6
  • Ein ausländisches Paar tanzt in der DTV-Startgruppe, die sein Alter ergibt, und in der Klasse, die sein Startbuch zeigt.F I 5.2.1.2
  • Es gilt die Kleiderordnung des Gastgeberlandes, außer beim Bodenseetanzfest, beim Deutsch-Schweizer TanzSportmeeting und bei österreichischen Turnieren mit „Pilotprojekt Kleiderordnung“.Anhang 6
  • Deutsche Paare dürfen im Ausland nur in der Klasse starten, die sie im DTV haben. WDSF- und Grenzverkehrsstarts brauchen keine Genehmigung und zählen als I. Ordnung.E 3, F I 11.1
Licht

Automatisch folgt der Einstellung des Geräts.